Die Trauer um den Tod eines geliebten Menschen gehört zu den tiefgreifenden Erfahrungen des Daseins. Trotz allen Schmerzes ist die Trauer keine Krankheit, die es möglichst schnell loszuwerden gilt. Im Gegenteil: In der bewussten Begegnung mit dem Tod liegt die Chance, das Leben auf elementare Weise zu begreifen und für sich neu zu ordnen.
Trauerzeremonien sind erste Schritte auf dem Weg zu innerem Frieden und einem Neuanfang, der nur aus einem geglückten Abschied heraus entstehen kann. Rituale und Symbole – heute oft verdrängt oder vergessen – helfen uns, Sinn und Trost zu erfahren, wo Worte allein nicht ausreichen.
Als Bestatter sind wir uns der besonderen Aufgabe und Verantwortung bewusst, die wir für die Hinterbliebenen übernehmen. Fachliche Kompetenz alleine reicht nicht. Menschliche Anteilnahme und ein feines Gespür für die Empfindungen und Wünsche der Hinterbliebenen sind unerlässlich. Wir verstehen uns daher eher als Partner und Begleiter der Trauernden, die den Abschied von einem Verstorbenen – weit über den Tag hinaus – mit Sinn und Würde gestalten.
Bewusst begleiten heißt für uns, die Hinterbliebenen in einer Lebensphase zu unterstützen, die manchmal fast übermenschliche Kräfte verlangt. Wir kennen nur zu gut die Fragen, die Trauernde plötzlich überfallen: Wie schaffe ich das bloß? Wie gehe ich überhaupt mit meiner Trauer um? Wird meine Lebensfreude jemals zurückkommen? Auch wenn wir Ihnen die Antworten nicht abnehmen können – wir lassen Sie in dieser schwierigen Zeit nicht alleine