Oft wenden sich Angehörige an den Berliner V.I.S.I.T.E.-Hospizdienst, die nicht mehr ein noch aus wissen. Hier stehen qualifizierte hauptamtliche Kräfte zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit kooperierenden Einrichtungen wie Sozialstationen, Home-Care-Ärzten, Schmerzambulanzen, Beratungsstellen, Pflegeheimen usw. die Einsätze der freiwilligen MitarbeiterInnen für die psycho-soziale und geistige Betreuung koordinieren.
Der volle Einsatz lindernder und Schmerz bekämpfender Maßnahmen ist die Basis jeder Sterbebegleitung. Bei 50 % der Patienten, die z.B. an Tumorschmerzen leiden, kann deutliche Erleichterung innerhalb eines Tages und in Folge völlige Beschwerdefreiheit erzielt werden, bei der übrigen Hälfte eine deutliche Verminderung des Schmerzes und zumindest Erträglichkeit. Damit relativiert sich entscheidend das Problem der so genannten aktiven Sterbehilfe – wenngleich der Wunsch nach "Erlösung", auch bei zusätzlicher menschlicher Begleitung, nicht endgültig aus der Welt zu schaffen ist.