Obwohl Sterben und Tod zum Leben gehören, werden diese Themen in der Gesellschaft tabuisiert. Die meisten Menschen haben aber sehr klare Vorstellungen und Wünsche für sich: in der Abschiedsphase des Lebens keine Schmerzen ertragen zu müssen und in gewohnter Umgebung von vertrauten Menschen begleitet zu werden. 90 % der Menschen wünschen sich dies, aber 70 % müssen diese wesentliche Endphase ihres Lebens ungewollt anders erleben! Angesichts erheblicher medizinischer Fortschritte und der damit erreichten höheren Lebenserwartung ist die Zahl der Langzeitpflegebedürftigen angestiegen. Die Pflegeversicherung hat zwar die Pflege auch über Angehörige auf eine breitere Basis gestellt, jedoch wird vor dem Hintergrund der veränderten Familienstrukturen kaum die gewünschte Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden rund um die Uhr möglich sein.
Hier setzt die Arbeit der Hospizdienste ein, die dem Menschen im psychosozialen Bereich durch eine ganzheitliche liebevolle Begleitung ein menschenwürdiges Sterben als Teil seines Lebens ermöglichen will – auch beispielsweise zu Hause in seiner vertrauten Umgebung zu bleiben. Sie will ihn und seine Angehörigen begleiten und Beistand leisten (natürlich auch im Krankenhaus, Altenheim o.ä.).