Friedhöfe sind in erster Linie Orte für Bestattungen und Ausdruck des Umgangs mit dem Tod innerhalb der Gesellschaft. Nirgendwo anders kann eine Veränderung der Trauerkultur besser beobachtet werden als auf den Friedhöfen. Die Grabstätten sind nicht nur Orte der letzten Ruhe und der Trauer, sondern auch Orte des Lebens und der Begegnung.
Seit Menschen auf dieser Erde leben, bestatten sie ihre Toten, wenn möglich in gekennzeichneten Grabstätten. Die Bestattungsformen haben sich im Laufe der Jahre und den verschiedenen Religionen vielfältig entwickelt. Die Christen bestatten ihre Toten in Felshöhlen, Erdgräbern, Gruften oder Katakomben. Das Römische Reich kannte zur Zeit Christi sowohl Körper- als auch Feuerbestattungen. Die Christen bevorzugten, dem Auferstehungsglauben gemäß, die Körperbestattung.